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Okt 31

Lügenpresse? Lückenpresse? Gammapresse!

Was ist eigentlich mit unseren Medien los? Vorwürfe des Lügens und alternativ dazu die Vorwürfe der Lückenproduktion werden immer lauter.

Dabei ist das Problem eigentlich so leicht zu erklären und zu verstehen. Wir haben es mit einer Gammapresse zu tun, bzw. mit einer Mitläuferpresse.

Wird so eine Mitläuferpresse einmal installiert, führt sie zu genau den Problemen, die wir heute erleben. Propaganda, Lügen, Lücken, Agitation und und und. Alles keine Überraschung!

Wie es funktioniert, beschreibe ich jetzt:

Zu allererst sollte man sich klarmachen, dass sich das, was wir als Massenmedien bezeichnen, zu 90% in der Hand von wenigen Besitzern befindet. Schaut man sich an, welche Besitzer dies sind, reden wir vereinfacht von 8 reichen Familien.

Diese sind Springer, Burda, Schaub, Madsack, Holtzbrinck, Bertelsmann, Funke und DuMont.

Auf folgender Infografik habe ich die größten Medien ihren Besitzern zugeordnet:

medien_omegamind

Weiterhin sind die zusammengefassten „Meinungen“ dieser Medien zu lesen.

Denn alle Besitzer dieser Medien sind Milliardärsfamilien bzw. Multimillionärsfamilien. Und was für eine Meinung könnten die schon verbreiten? Natürlich die Meinungen, die ihrer Lebensphilosophie entsprechen.

Aber wie funktioniert das? Werden die Journalisten dieser Medien zum Lügen gezwungen? Wird ihnen eine Waffe an den Kopf gehalten, damit sie die Meinung des reichen Besitzers verkünden? Nö, das geht viel einfacher. Wie, das erkläre ich jetzt:

Wie schafft es ein reicher Besitzer eines Mediums, dass seine eigene Meinung verbreitet wird?

Ganz einfach: In dem er die Journalisten aussucht, die eh schon seine Meinung vertreten.

Um das zu verstehen, braucht man sich nur das allererste Bewerbungsgespräch vorstellen, bei dem sich zwei Menschen um den Posten als Chefredakteur vorstellen.

Der eine erzählt im Bewerbungsgespräch, was er alles so schreiben würde. Er erzählt vom bösen Staat, der ihm immer Geld wegnehmen möchte, er erzählt von den ganzen arbeitslosen Schmarotzern, die man ständig mit durchfüttern muß und und und.

Der zweite dagegen erzählt von den immer größeren Ungleichheiten in der Gesellschaft. Er würde gerne über Armut und die Armutsbeseitigung schreiben, er würde gerne die Politiker hinterfragen und auf Ungereimtheiten aufmerksam machen. Auch möchte er Steuertricksereien, Steuervermeidung und Korruption zum Thema machen.

Was glaubt ihr? Für wen wird sich der Milliardär entscheiden? Ich weiß, eine rethorische Frage. Er wird natürlich den ersten Bewerber nehmen. Denn der vertritt die gleiche Meinung wie der Milliardär.

Wie gehts weiter?

Als nächstes bekommt der neu eingestellte Chefredakteur die Aufgabe, seine ganzen Journalisten zusammen zu suchen. Es gibt also Stellenausschreibungen und Abwerbungsversuche. Es finden wieder Bewerbungsgespräche statt und wieder sitzen zwei Journalisten mit unterschiedlichen Ansichten dort. Und wieder lautet die rethorische Frage: Wen wird der Chefredakteur wohl erwählen? Natürlich wieder denjenigen, der die Meinung des Chefredakteurs teilt und damit die Meinung des reichen Besitzers teilt.

Wir haben also mit der interessengeleiteten Gründung eines Mediums von vornherein einen Filterprozess, der dafür sorgt, dass nur die Meinungen im Medium vertreten werden, die der reiche Besizter hat. Da ist keine Manipulation, kein Zwang und kein Druck notwendig.

Nach aussen sieht es dann wie eine Gleichschaltung der Presse aus und man wirft den Journalisten Lügen vor. Dabei glauben die Journalisten aber das, was sie da schreiben. Das muß einem bewußt sein.

Wir haben es bei Journalisten des „Mainstreams“ immer mit Menschen zu tun, die mit der Leitidee des Alphatieres, also dem Besitzer, mitlaufen. Dadurch sind sie klar als Gammatiere, bzw. Gammaschafe zu kennzeichnen. Oder kurz: Als Mitläufer.

Sollte sich dann Kritik von aussen, z.B. durch Omegas zeigen, die in Richtung der Alphas zeigt, also den Reichtum angreift, dann werfen sich diese Mitläufer schützend vor den Alpha, verteidigen ihn und versuchen die Omegas wegzubeissen. Das kann z.b. dadurch passieren, dass man die Omegaposition verschweigt oder dass man die Omegas einfach in eine Schmuddelecke schiebt. Irgendwas mit links oder rechts. Das klappt immer.

Ein gefundenes Fressen für die Mitläuferjournalisten gibt es immer dann, wenn einige der Omegas z.B. Gewalt anwenden und/oder randalieren. Dann konzentriert man sich nur darauf. „Seht! Es sind Wilde! Und sie sind gefährlich! Also liebe Leser, haltet euch fern von denen!“

 

Dazu abschließend ein Zitat:

„Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“

 

Dazu meine abschließende Forderung:

Wenn wir Pressefreiheit wollen, müssen die Mainstream-Medienbesitzer enteignet werden! Nur dann kann eine Meinungsdiversität stattfinden. Geschieht dies nicht, haben wir es mit einer Mitläuferpresse zu tun und damit mit einer Milliardärspropagandamaschine, die nach und nach die Demokratie zersetzt.

 

 

1 Kommentar

  1. (real)Asmodis

    Interessanter und inhaltlich richtiger Beitrag. Sachlich jedoch nicht ganz, denn ich habe bereits etliche Male mit Journalisten zusammengearbeitet. Da läuft das doch etwas anders und noch sehr viel weniger schön als wie du es beschreibst. Geht nämlich so: Der Journalist hat heute i. d. R. keine Festanstellung mehr. Er arbeitet auf eigene Kappe. Er erhält einen Werkvertrag. Er hat das abzuliefern, was von ihm verlangt wird oder er sieht kein Geld. Wenn er selbst noch mit anderen Leuten zusammenarbeiten muss (Fotograf, Kameramann, Techniker), dann sind die zeitweise seine Angestellten und müssen von ihm entlohnt werden. Er kann nun seinerseits „seine“ Leute aber nur dann bezahlen, wenn er selbst Geld sieht. Andernfalls geht er unter. Er ist zum Überleben also gezwungen, das zu tun, was von ihm verlangt wird. Hat zwar mit Pressefreiheit nicht das Geringste zu tun, läuft aber so. Ich weiß das von einem Radio- und von einem Fernsehsender sowie von gleich mehreren Zeitungen. Die sind übrigens allesamt in deiner Auflistung zu finden.
    lg
    (real)Asmodis

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